EIGENTLICH WAR ICH ÜBERHAUPT NICHT EINGEPLANT
Mein Frauchen hat zwar immer betont, dass sie noch einmal einen Riesen großziehen und arbeiten wollte, aber über den Zeitpunkt war sie sich nicht im klaren.
Als ich in das Krüger - Rudel integriert wurde, gab es da bereits 3 Zwerge (14, 12 und 8 Jahre alt).
Und dass ich da einzog..., daran war die Hochzeit der mittleren Tochter der Züchter schuld. Zu dieser Hochzeit waren meine neuen Leute eingeladen und eigentlich mehr per Zufall kam mein heutiges Frauchen zu mir in den Auslauf, d. h., auf die Terrasse vor dem Haus. Dort stand ich noch als einziger - zusammen mit meinem Bruder M'Otto aus einem Wurf von 6 Rüden und 2 Mädchen. M'Ottto gehörte aber der Braut und dem Bräutigam. Und nur ich war noch übrig. Das erzählte meine Züchterin so ganz beiläufig, nicht ahnen könnend, was sie dabei bei meiner heutigen Hf'n auslöste. Ich sehnte mich natürlich auch nach einem schönen neuen zu Hause. Mein heutiges Frauchen hat sich sofort in mich verknallt und am anderen Tag bereits allen erzählt, dass sie von mir geträumt hatte. Damit war das Fundament gelegt.
Übrigens... ich fand mein heutiges Frauchen damals auch schon ganz toll.
Doch es sollte noch ein bisschen dauern, bis alles zu einem guten Ende kam.
Ich war damals verhältnismäßig ruhig (für einen so jungen Spund von 6 Monaten doch recht ungewöhnlich) und mein heutiges Frauchen wiegelte immer ab und meldete Bedenken an... na ja, da seien ja noch die Zwerge und die Anschaffung eines Riesen will wohl überlegt sein, und, und, und.
Anschließend an die Hochzeit war das Schnauzerwochenende in Jarmen, zu welchem wir alle gemeinsam fahren wollten. ICH AUCH.
Der kurze Abschied fiel uns beiden schon recht schwer. Dafür war das Wiedersehen in Jarmen umso schöner. Und als meine Züchter mein heutiges Frauchen fragte, ob sie mich am Wochenende in der Jüngstenklasse ausstellen würde und sie zusagte, war eigentlich schon alles klar. Schließlich musste sie sich nun täglich über Stunden mit mir befassen. Wir mussten uns ja aneinander gewöhnen, ich mit ihr mitgehen, meine Zähne zeigen, Vertrauen herstellen und alles, was so dazu gehört. Und schon am dritten Tag machte ich fürchterliches Theater, wenn sie wieder zu ihrem Rudel ging. Wenn wir beide miteinander spatzieren gingen, sagte jeder der uns sah, dass wir wie geschaffen füreinander wären. Ich hatte meine heutige Rudelchefin
damals schon im Griff, denn sie hat gar nicht gemerkt, dass NICHT sie mich ausgesucht hatte sondern ICH sie. Sie hatte sich noch Rat bei anderen erfahrenen Sportsfreunden eingeholt und auch immer darauf hingewiesen, dass ich ihr eigentlich zu ruhig wäre und bekam immer zur Antwort:: warte ab, der kommt noch! Und sie sollten alle recht behalten. Meine Hf'n machte letztendlich die Entscheidung von der Ausstellung abhängig. Sie wollte abwarten, wie ich mich im Ausstellungsring zeigen würde. Dabei ging es ihr nicht um den Formwert,(denn mal ehrlich - ich bin schön >Foto unten< ) sondern einzig um mein Wesen.Und das habe ich ihr ganz deutlich gezeigt. Ich hatte keine Angst, obwohl da nicht nur ein, sondern gleich drei Richter standen. Ich habe meine Zähne ordentlich gezeigt, habe mich anfassen lassen, bin ordentlich im Ring gelaufen und habe mich, so gut es ging, auch im Ring hingestellt. Das Ergebnis : vv! Und weil ich das alles so gut gemeistert hatte, waren letztendlich alle Zweifel ausgeräumt.
SO BIN ICH IN DAS KRÜGER - RUDEL GEKOMMEN